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Hochleistungs-Reibahlen RR01 mit festen Schneiden aus Hartmetall, Cermet sowie PKD-bestückt

Auswahl

Prospekt Hochleistungsreibahlen RR01

Hochleistungsreibahlen

Technische Informationen

Hohe Bearbeitungsdaten - Hohe Prozeßsicherheit

Dies sind die wesentlichen Anforderungen an ein Reibwerkzeug im modernen Produktionsprozeß. Denn nur Werkzeuglösungen, die diesen Anforderungen entsprechen, bieten die Voraussetzungen, kostengünstig ein Produkt von gleichbleibend hoher Qualität auch bei hohen Stückzahlen zu fertigen.

BECK hat für dieses Anwendungsspektrum die Produktfamilie RR01 entwickelt. Diese Hochleistungs- Mehrschneiden-Reibahlen bestechen nicht nur durch ihre enorme Bearbeitungsgeschwindigkeit. Sie ermöglichen gleichzeitig das Einhalten von engen Toleranzen und höchsten Oberflächenanforderungen.

Außerdem zeichnen sie sich durch eine ausgesprochen einfache Handhabung aus. Diese Leistungsfähigkeit wird durch das Zusammenspiel zweier Faktoren möglich:

  • Mit der Verwendung ausgesuchter Cermet- und Hartmetall-Sorten, alternativ auch in beschichteter Ausführung, sowie PKD und CBN, steht für jede Anwendung der richtige Schneidstoff zur Verfügung.
  • Das in umfangreichen Versuchsreihen entwickelte und in mehrjähriger Praxiserfahrung bewährte Werkzeugdesign garantiert die prozeßsichere Funktion auch unter schwierigen Bedingungen. (Mehrere konstruktive Details der Produktfamilie RR01 sind patentrechtlich geschützt bzw. zum Patent angemeldet.)

Das umfangreiche, lagerhaltige Standardprogramm bietet eine Vielzahl von Werkzeugvarianten:

  • Bearbeitung von Durchgangsund Sacklochbohrungen
  • Mit Hartmetall, Cermet, PKD oder CBN als Schneidstoff
  • Mit festem Durchmesser oder als Dehnversion

Aber auch für den Bereich der Sonderwerkzeuge bilden die Merkmale der Produktfamilie RR01 die Ausgangsbasis, vom Werkzeug mit Sonderabmessungen über beschichtete Varianten bis hin zur Ausführung für die Minimalmengen-Kühlschmierung. Damit steht für nahezu jede denkbare Bearbeitungsaufgabe ein Reibwerkzeug zur Verfügung, das die Anforderungen eines modernen Produktionsprozesses eindrucksvoll erfüllt.

Das Werkzeugkonzept der Produktfamilie RR01 zeichnet sich besonders durch seine breitgefächerten Anwendungsmöglichkeiten aus.
Selbst schwierig zu zerspanende Materialien wie Baustähle oder CrNi-Stähle können mit diesem Werkzeug prozeßsicher und gleichzeitig mit hoher Produktivität bearbeitet werden.

Was die Auswahl der Schneidstoffe anbetrifft, so eignen sich Cermet und Hartmetall vor allem zur Bearbeitung von Stahl- und GGGWerkstoffen.
PKD kann verwendet werden für sämtliche NE-Metalle,insbesondere Aluminiumlegierungen mit hohem Siliziumanteil. CBN ist die erste Wahl für die Bearbeitung von Grauguß (GG). Eine detailliertere Empfehlung, auch für die entsprechende Geometrie, finden Sie hier.







Neue Fertigungstechnologie für Hochleistungsreibahlen mit PKD- und CBN-Schneiden


Wie die Leistungsfähigkeit der Hochleistungsreibahlen RR01 im Verhältnis zu anderen Werkzeugvarianten beim Reiben einzuordnen ist, zeigt beispielhaft das Bild 1.
Die Hochleistungsreibahle RR01 erlaubt aber nicht nur diese Leistungsdaten. Gleichzeitig ist eine Bearbeitungsqualität möglich, die bis in den Bereich der Feinstbearbeitung hineinreicht. Eine Bearbeitungsqualität, die früher den Verfahren mit geometrisch unbestimmter Schneide, wie z.B. das Schleifen oder das Honen, vorbehalten waren. So lassen sich häufig mit der in Bild 2 dargestellten, erreichbaren Bearbeitungsqualität bisher notwendige Nachbearbeitungsschritte einsparen: ein weiterer wichtiger Vorteil der Hochleistungsreibahle RR01.

Während die Werkzeuge mit den Schneidstoffen Hartmetall und Cermet entweder aus Vollmaterial oder mit in den Grundkörper eingelöteten Schneiden hergestellt werden, sind die Reibahlen der Produktfamilien RR-PKD und RR-CBN mit einer neuen Fertigungstechnologie hergestellt. Die PKD- bzw. CBN-Schneiden werden bereits in den Vollhartmetall- Werkzeugrohling eingesintert. Dieses zum Patent angemeldete Werkzeugdesign bietet gleich drei Vorteile:

  • Die Schneiden beanspruchen weitaus weniger Platz. Das Werkzeug kann damit deutlich stabiler ausgeführt werden.
  • Die Sinterverbindung zwischen Schneide und Grundkörper ist wesentlich stabiler als eine Lötverbindung
  • Die Schneidengeometrie wird nicht mehr durch lötbedingte Lagefehler beeinträchtigt.

Mit dieser Auslegung entsteht ein sehr kompaktes Werkzeug, das auch bei extrem hohen Bearbeitungsdaten Bohrungen mit ausgezeichneter Qualität fertigt.

Damit empfiehlt sich dieses Werkzeugkonzept für die Anwendungen, bei denen die Bearbeitungsgeschwindigkeit den Schlüssel für eine kostenoptimierte Serienfertigung darstellt.

Hochleistung variabel gemacht - die nachstellbare Cermet-Hochleistungsreibahle

Das breite Anwendungsspektrum, das bei der Cermet-Hochleistungsreibahle RR01 möglich ist, wurde durch die nachstellbare Version noch einmal erweitert.

Das wichtigste Ziel bei der Entwicklung dieses Werkzeuges war es, ein identisches Leistungsprofil zum Massivwerkzeug zu erreichen. Denn nur so kommen die Vorteile der Nachstellbarkeit voll zum Tragen.

Dazu wurde ein Nachstellmechanismus entwickelt, der die enormen Belastungen bei den hier vorliegenden Bearbeitungsdaten problemlos aufnehmen kann. Die Werkzeuge weisen im Gegensatz zur massiven Ausführung keinen Vollcermetkopf auf, sondern sind mit Cermetplatten bestückt. Die Nachstellelemente bestehen ausschließlich aus präzisionsgeschliffenen Bauteilen. Dieser Mechanismus erlaubt die Verwendung von schräggenuteten Spanräumen:

ein Novum bei diesen Werkzeugen. Damit wird eine kontrollierte Spanabfuhr bei schwierigen Werkstoffen möglich.

Mit diesen Konstruktionsmerkmalen sind im Vergleich zum Massivwerkzeug identische Bearbeitungsdaten möglich. Auch die Bearbeitungsqualität (Rauhtiefe und Bohrungsgeometrie) liegt auf gleichem Niveau. Nur im Fall schwieriger Bearbeitungsverhältnisse (z.B. bei Schnittunterbrechungen) werden konstruktionsbedingt tendenziell etwas schlechtere Ergebnisse erzielt.

Der Nachstellbereich beträgt ca. 0,03 mm oberhalb vom Nenndurchmesser. Die Dehnversion der Hochleistungsreibahle RR01 wird deshalb hauptsächlich eingesetzt, um verschleißbedingte Durchmesserabnahmen zu kompensieren und so die Werkzeugstandzeit zu verlängern. Im GGG-Bereich gewährleistet die Nachstellbarkeit bei jedem Nachschliff die volle Standmenge.

Dies ist nur ein Vorteil der Dehnreibahle RR01. Es können auch materialspezifische und aufspannungsbedingte Einflüsse auf den Bearbeitungsdurchmesser besser berücksichtigt werden als mit der massiven Version. Auch die Fertigung anderer Toleranzfelder ist in Grenzen möglich.

Hochleistungsreibahlen für die Minimalmengen-Kühlschmierung

Die Minimalmengen-Kühlschmierung ist einer der wesentlichen Entwicklungstrends in der spanenden Fertigung. Während zunächst ein wachsendes Umweltbewußtsein im Vordergrund stand, so ist die Minimalmengen-Kühlschmierung heute auch eine effektive Möglichkeit, die technologische Leistungsfähigkeit des Zerspanprozesses zu verbessern.

Das Reiben gehört aufgrund der hohen Prozessanforderungen sicherlich zu den anspruchsvollsten Verfahren in Bezug auf die Minimalmengen-Kühlschmierung. BECK hat hier die Entwicklung von Beginn an maßgeblich mitgestaltet. Eigene Entwicklungsarbeiten sowie die Teilnahme an allen wesentlichen, öffentlich geförderten Forschungsvorhaben zu dieser Thematik haben ein umfangreiches Know-how geschaffen. Die Produktfamilie der Hochleistungs-Reibahle RR01 bietet eine ideale Ausgangsbasis für Reibwerkzeuge zur Minimalmengen-Kühlschmierung.

In Verbindung mit einigen Modifikationen, welche die spezifischen Randbedingungen berücksichtigen, ermöglicht die Hochleistungs-Reibahle RR01 nicht nur hohe Bearbeitungsgeschwindigkeiten, sondern gleichzeitig eine Reduzierung der Umweltbelastung am Arbeitsplatz.

Nachschleifen von Reibwerkzeugen

Nutzen Sie am besten den Nachschleif-Service von Beck. Das dauert nur wenige Tage und Sie können sich sicher sein, korrekt geschliffene Werkzeuge einzusetzen. Wenn Sie die Werkzeuge im eigenen Haus nachschleifen möchten, sollten Sie folgende Punkte unbedingt beachten:

Korrekter Nachschliff: zwingende Voraussetzung für gute Bearbeitungsergebnisse

  • Reibahlen können nach Erreichen des Standzeitendes in der Regel mehrfach nachgeschliffen werden.
  • Es ist wichtig, die Reibahlen rechtzeitig nachzuschleifen, damit der Verschleißbereich möglichst begrenzt bleibt.
  • Der Nachschliff von Reibahlen ist nur dann sinnvoll, wenn die Schneiden nicht ausgebrochen sind und der Rundlauf des Werkzeuges zwischen den Spitzen noch in Ordnung ist.
  • Die Werkzeuge werden mit Ausnahme von Kegel-Reibahlen nicht am Umfang, sondern lediglich am Anschnitt axial zurückgesetzt, bis die Verschleißzone entfernt ist. Die Anschnittgeometrie darf dabei nicht verändert werden.
  • Beim Nachschleifen der Werkzeuge ist unbedingt darauf zu achten, daß die nachgeschliffenen Schneiden axial auf gleicher Höhe liegen. Bereits geringe Abweichungen führen zu schlechten Bearbeitungsergebnissen sowie zu einer deutlich reduzierten Standzeit.

Wir weisen darauf hin, daß wir für Werkzeuge, die nicht in unserem Hause nachgeschliffen worden sind, keine Gewähr übernehmen.

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